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Bronze für Torsten Marx bei der DM in Bad Salzdetfurth - 20.07.2010

DS-Rennsport-Biker Torsten Marx hat bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Salzdetfurth für eine große Überraschung gesorgt und hinter Moritz Milatz und Jochen Käß die Bronzemedaille gewonnen.

So hat Torsten Marx zum letzten Mal vermutlich 2007 in Houffalize gejubelt, als er auf Rang 15 ins Ziel kam und damit seine beste Weltcup-Platzierung erreicht hatte.
Am Sonntag in Bad Salzdetfurth reckte er die Arme in die Höhe und ballte die Faust. Dann stieg er vom Bike und fiel Team-Manager Rico Nädele in die Arme.
Mit einer Medaille hatte im Lager des DS-Rennsport-Teams niemand gerechnet, aber Torsten Marx war an diesem Tag in der Lage in einem günstigen Moment eine hervorragende Verfassung in die Waagschale zu werfen.
In der ersten Runde stürmten Manuel Fumic und Moritz Milatz mächtig los, René Tann versuchte ihnen zu folgen, dahinter hielten Jochen Käß  und Torsten Marx den Anschluss.
Dann, nach nur gut drei Kilometern, zog es Käß den Vorderreifen von der Felge , so dass er stürzte. Torsten Marx war in diesem Moment direkt hinter ihm und gab in der nächsten Technischen Zone Bescheid, dass Käß gleich mit Defekt anrücken würde.
Nachdem er Rene´Tann überholt hatte, fuhr Marx als Solist hinter dem Spitzenduo her. „Ich bin ganz kontrolliert mein Tempo gefahren“, erzählte der 34-Jährige später.

Während Käß von hinten wieder näher kam, wurde vorne Manuel Fumic schwächer. Etwa zur Hälfte des Rennens schloss Käß zu Marx auf und kurze Zeit später gingen beide an Fumic vorbei, der daraufhin das Rennen aufgab.
Danach konzentrierte sich die Aufmerksamkeit nur noch auf das Duell um Silber.
„Jochen hat logischerweise keine Führungsarbeit gemacht, also bin ich mein Tempo von vorne gefahren. Eine Attacke von ihm konnte ich mitgehen, dann hat er das Tempo verschleppt. Mir war das dann zu riskant, weil ich unbedingt die Medaille sichern wollte“, schilderte Marx das Geschehen.
Also übernahm er wieder die Führung. Gemeinsam ging das Duo in die letzte Runde. Da setzte dann Marx einen Akzent, doch Käß konnte „drüber ziehen“ und sich einen kleinen Vorsprung heraus fahren.
„Ich bin dann den letzten Downhill betont vorsichtig gefahren,  um die Bronzemedaille ja nach Hause zu bringen“, erläuterte Marx. Die gut 100 Meter lange Zielgerade waren vor der großen Zuschauerkulisse dann der reine Genuss für den Hechinger.
„Das ist mein bisher größter Erfolg, keine Frage“, bestätigte er nach seinem ersten Podestplatz bei einer Cross-Country-DM. Und nach einem so schwierigen Frühjahr mit viel Pech und Enttäuschungen war die bronzene DM-Plakette eine Glanzstück, das für Torsten Marx eine verdiente Entschädigung ist für die vielen Jahre des Durchhaltens.

Die nackten Zahlen am Ende des sonnigen Tages in der Solestadt am Harzrand: Moritz Milatz siegte in 1:51:55 Stunden mit 2:17 Minuten vor Jochen Käß und 2:39 Minuten vor Torsten Marx. Robert Mennen auf Rang vier hatte nach 36,8 Kilometern bereits 3:57 Minuten Differenz.

(c) by pm ds-rennsport


 
   

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