| Mit Spannung wurde am Sonntag die Etappe von Pontalier zur Skistation Verbier in
der Schweiz erwartet. Denn für die Favoriten bedeutete diese Etappe, dass sie
sich aus der Deckung wagen und die Karten auf den Tisch legen mussten. Cadel
Evans, der in den vergangenen Etappen bereits mehrfach attackierte, belegte am
Ende einen siebten Platz und verbesserte sich damit im Gesamtklassement auf den
14. Rang, hat aber jetzt 4:27 Minuten Rückstand auf den neuen Mann in Gelb,
Alberto Contador. Der Spanier attackierte schon im ersten Drittel des
Schlussanstieges und legte ein Tempo vor, dem kein anderer Fahrer folgen konnte.
Aus dem Feld der Favoriten, dem auch Cadel Evans angehörte, löste sich kurze
Zeit später noch Andy Schleck, der jetzt das weiße Trikot des besten Jungprofis
übernimmt, ehe die Gruppe sich von Lance Armstrong und Andreas Klöden absetzte,
die das Tempo nicht mehr halten konnten.
Ausreißer mit Jurgen van den Broeck zu Beginn des Rennens
Doch zum
Start der Etappe dominierten zunächst eine Ausreißergruppe mit unter anderem
Jurgen van den Broeck von Silence-Lotto das Renngeschehen. Silence-Lotto legte
keinen Wert auf intensive Nachführarbeit, da Jurgen gute Beine hatte und es –
sofern das Peloton sie nicht einholen sollte – zu einem Etappensieg hätte
reichen können. Doch das Team Astana ließ nichts anbrennen und spannte sich vor
die Verfolger und schluckte die Ausreißer, die mittlerweile schon komplett
auseinandergefallen waren rechtzeitig.
Am Montag ist der letzte Ruhetag
der diesjährigen Tour, bevor es in die alles entscheidende dritte Woche geht.
Den Start macht am Dienstag die Fahrt zunächst über den Großen und anschließend
den Kleinen Sankt Bernhard, ehe am Mittwoch noch einmal vier Berge der ersten
und einer der zweiten Kategorie überfahren werden müssen.
|